Psychologin Antje von Busch mit Patientin.

Wie läuft eine Verhaltenstherapie ab?

Zu Beginn einer Verhaltenstherapie werden Probleme, aber auch Kompetenzen und Stärken („Ressourcen“), die bislang geholfen haben, analysiert. Die eigenen Ressourcen sind vielen Menschen oft noch gar nicht so deutlich.

Wesentlich ist auch die Klärung der Ziele, also was im Positiven verändert und erreicht werden soll. Auch die eigene Lerngeschichte wird gemeinsam auf Zusammenhänge zu heutigen Problemen und Stärken untersucht.

Ein weiterer Aspekt ist, sich über die Funktion, die ein Problem im Leben möglicherweise hat, Gedanken zu machen.

Mit „Verhalten“ ist nicht immer nur das sichtbare Handeln eines Menschen gemeint, sondern es sind auch innere Prozesse wie Gefühle, Gedanken, physiologische Abläufe angesprochen. Für alle diese Bereiche gibt es in der so genannten multimodalen Verhaltenstherapie ein großes Spektrum an bewährten methodischen Bausteinen.
Beispiele dafür sind:

  • Ängste bewältigen in der Vorstellung oder dadurch, dass bislang gemiedene Orte aufgesucht werden
  • Hinterfragen bisheriger Sichtweisen, die manchmal ins Negative verzerrt sein können
  • therapeutische Rollenspiele

Auch neuere Ansätze der Verhaltenstherapie wie die Schematherapie, achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie oder die metakognitive Therapie kommen zum Einsatz. 
Grundsätzlich liegt der Fokus in der Verhaltenstherapie darauf, Fähigkeiten zu vermitteln, die benötigt werden, um die Probleme möglichst bald wieder eigenständig zu lösen.
Dazu ist natürlich eine tragfähige Beziehung zwischen dem Patienten und dem Psychotherapeuten wesentlich, um erfolgreich etwas zu verändern.

Weitere Informationen:  www.verhaltenstherapie.de